St.Wendel

Donner über St. Wendel

St.Wendel: Unter dem Titel „Donner über St. Wendel – Franz von Sickingen und seine Erben“ erinnert die Stadt im Saarland am Samstag, 5. September und am Sonntag, 6. September 2015 mit einer aufwändigen Inszenierung an ihre Belagerung durch Franz von Sickingen im 16. Jahrhundert. Mit dickem Pulverdampf und lautem Mündungsfeuer.

Anno 1522 belagerte der streitbare Ritter Franz von Sickingen im Zuge der „Trierer Fehde“ die Stadt St. Wendel und nahm sie mit seiner starken Artillerie unter heftigen Beschuss. Ein bis heute in der Stadtgeschichte nachwirkendes, traumatisches Erlebnis für die damalige Bevölkerung, an das die Living History-Veranstaltung „Donner über St. Wendel – Franz von Sickingen und seine Erben“ mit einer packenden und möglichst authentischen Show erinnert, die unter Mitarbeit renommierter Wissenschaftler entsteht.

Hoher Schalldruck: In ebenso lehrreicher wie unterhaltsamer Weise unternimmt diese Show einen Streifzug durch die Geschichte der Artillerie vom späten Mittelalter bis hin zur napoleonischen Ära. In einer nach Epochen gegliederten spektakulären Reenactment-Show präsentieren rund 300 Darsteller bis zu 100 Geschütze und funktional ähnliche Feuerwaffen, die sich alle durch eine große Formenvielfalt auszeichnen. Diese reicht von frühen Handrohren sowie Musketen, Haken- und Doppelhaken über große Stein- und Legebüchsen, Kammer-/Hinterlader, Stangen- Block- und Erdmörser, diverse  lafettierte Vorderladerkanonen bis hin zu kuriosen vielrohrigen Geschützen, den „Orgeln“.

Die Schießvorführungen (natürlich ohne Geschosse) verdeutlichen mit Pulverdampf, heftigen Mündungsfeuern und hohem Schalldruck eindringlich die Macht auch jener Feuerwaffen, die St. Wendel 1522 zu spüren bekam. Im bunten Heerlager mit Landsknechten, Schmieden und Feldscheren für die Wundversorgung können die Zuschauer miterleben, wie man damals im Felde lebte und überlebte. Form und Vielfalt dieser lebens- und sterbensnahen Präsentation sind einmalig und viel spannender als im Museum.

 

Bei der großen Artillerieshow kann auch der bis dato einzig bekannte Nachbau einer Bombarde aus dem ausgehenden Mittelalter, der „Pumhart von Steyr“, bestaunt und vor allem in Aktion gesehen werden. Diese originale, übrigens noch erhaltene Steinbüchse, konnte bis zu 690 Kilogramm schwere Steinkugeln etwa 600 Meter weit schießen.

Imposante Feuershow: Sechs „Zeitinseln“ (Demo-Blöcke vom 14. bis 19. Jahrhundert) repräsentieren den artilleristischen Charakter, die Technik, die Ausbildung der Geschützbedienungen und die Ausrüstung ihrer jeweiligen militärischen Epoche. Das historische Feldlager mit mehr als 200 Akteuren gewährt, nach Epochen getrennt, den Besuchern Einblicke in die medizinische Versorgung verwundeter Soldaten.

Der Samstagabend bietet einen eigenen Showblock mit der bekannten Mittelalter-Rockband „Feuerschwanz“, einem spektakulären Nachtschießen, einer imposanten Feuershow und einem beeindruckenden barocken Feuerwerk.

„Donner über St. Wendel“ wird in 2015 eines der  größten europäischen Reenactment-Ereignisse zu diesem Thema werden, das man in dieser mitreißenden Form nur hier erleben kann.

Information: www.artillerie.sankt-wendel.de

Text und Foto : POSIOTIV-MEDIEN (PR-gbk * Zibulla * Waldemar Herzog)

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